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Ehrenamt in den Bistümern:
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Die U-Boote der Kirche

Sie arbeiten unter dem Motto "Freude schenken - Freude erfahren". Sie arbeiten auf vielen Gebieten. Sie helfen in nächster Nähe: zum Beispiel dem Nachbarn, dem älteren Rollstuhlfahrer, der Frau im Altenheim, der Aussiedlerfamilie und Straffälligen. Sie leisten durch ihren unmittelbaren persönlichen Einsatz und das Eintreten für die Schwachen und Benachteiligten einen wirkungsvollen Beitrag zum Erhalt der Menschlichkeit in unserer Gesellschaft. Gemeint sind die Vinzenzkonferenzen.

Die Vinzenz-Brüder sieht man nicht, man hört sie nicht, sie sind die U-Boot-Flotte der Kirche, so heißt es oft. In Herne haben sie neben ihren zahlreichen anderen Verpflichtungen einen ganz neuen weiteren menschlichen Dienst zu ihren Aufgaben gemacht. Sie begleiten Menschen, um die sich in unserer heutigen Gesellschaft keiner mehr kümmert, auf ihrem letzten Gang: obdachlose, alte Menschen, die von der Welt vergessen in irgendeinem Altenpflegeheim verstorben sind, oder Sozialhilfeempfänger. Normalerweise findet für solche Menschen keine Trauerfeier statt, klammheimlich werden sie in einer Ecke des Friedhofs beigesetzt. Seit einiger Zeit aber begleiten die Brüder der Herner Vinzenz-Konferenz diese Menschen und geben ihnen einen Abschied in Würde und Menschlichkeit. Die Öffentlichkeit wurde erst auf diese Aktion aufmerksam, als eine Zeitungsanzeige als Nachruf auf diejenigen erschien, die sie im Laufe eines Jahres zu Grabe getragen hatten. Gleichzeitig luden die Vinzenz-Brüder zu einem Gedenkgottesdienst für diese Menschen ein.

Tschernobyl-Kinderhilfe
Seit 1998 unterstützen die Mitarbeiter der Vinzenz-Konferenz Köln Stadtmitte unter anderem die Arbeit des gemeinnützigen Vereins "Hilfe für notleidende Kinder e.V." in Hattingen, der Hilfstransporte mit Sachspenden für Tschernobyl-geschädigte Kinder nach Weißrussland durchführt. Im Zentrum der humanitären Sachhilfe des Vereins stehen von der Tschernobyl-Katastrophe betroffene kranke, behinderte und bedürftige Kinder in Weißrussland. Insgesamt unterstützt der Verein regelmäßig mehr als 3200 Kinder. Die humanitäre Sachhilfe besteht zumeist aus Lebensmitteln, medizinischen Hilfsmitteln, Medikamenten, Medizingeräten, Kleidung, Spielsachen und Ausrüstungsgegenständen für Krankenhäuser, Ambulatorien, Kindergärten, Kinderheime und Schulen. Die Unterstützungsleistung der Kölner Helfer besteht wie die der meisten anderen Beteiligten darin, Sachspenden zusammenzutragen, um damit die schlimmste Not lindern zu können.

Anti-Rost-Gruppe
Im münsterschen Altenzentrum Klarastift kümmert sich die Vinzenz-Konferenz um die Organisation der Cafeteria, deren Betrieb nur durch ehrenamtliche

Mitarbeiterinnen gesichert wird. Die Palette der ehrenamtlichen Aktivitäten umfasst daneben aber auch die Planung von Seniorenreisen, Geburtstagsbesuche bei älteren Gemeindemitgliedern oder die Mitgliedschaft in der so genannten "Anti-Rost-Gruppe", einer Gruppe von handwerklich geschickten Leuten, die älteren Menschen schon mal unter die Arme greifen, angefangen beim Glühbirnenwechsel bis hin zu kleinen Reparaturen. Seit mehreren Jahren beteiligt sich die Vinzenz-Konferenz St. Mauritz an einem Projekt in Königsberg, das sich für die Bekämpfung von Kinderarmut einsetzt. Zusammen mit "Lumen Christi" leisten die Münsteraner dort konkrete Hilfe vor Ort. Sie richten Suppenküchen ein, helfen beim Aufbau von Kinderheimen und versuchen, den benachteiligten Kindern und Jugendlichen Zukunftsperspektiven zu eröffnen.

Freie Straffälligenhilfe
Seit gut zehn Jahren besuchen zwei Mitglieder der Vinzenz-Konferenz St. Meinolphus in Bochum einmal in der Woche für gut zwei Stunden die Justizvollzugsanstalt. Hier sitzen knapp 800 straffällige Männer ein, von denen viele keinen Kontakt nach draußen haben. Während einer der Ehrenamtlichen Einzelgespräche führt, leitet der andere eine Skatrunde, an der regelmäßig etwa zwölf Männer teilnehmen. Dies hilft die Einsamkeit zu mildern. Die beiden Ehrenamtlichen vereinbaren aber auch Termine für Arztbesuche und Reha-Maßnahmen und stellen manchmal Verbindungen zu den Familien der Häftlinge her.

Die Jahrhundertfl ut - eine völlig neue Herausforderung
2002, eigentlich ein ganz normaler Sommer in Deutschland: wenig Sonne, graue Wolken und Regen. Aber über den Süden und Osten des Landes ergoss sich eine regelrechte Sintflut und löste damit eine Katastrophe aus: die Jahrhundertflut. Im bayerischen Raum traten zahlreiche Flüsse über die Ufer. Die Wassermassen der Elbe ließen ganze Landstriche und Gemeinden, selbst das Elbflorenz Dresden versinken. Neben den vielen Gebäuden, bei denen nur die Keller voll liefen, gab es unzählige Menschen, deren Wohnungen komplett unter Wasser standen und die tatsächlich fast alles verloren haben. Unermüdlich haben sie und tausende von Helfern versucht, Wasser herauszupumpen, Schlamm und alles, was darin untergegangen ist, soweit möglich zu ret-ten bzw. zu beseitigen: Beteiligt daran waren selbstverständlich auch die Schüler der Jung-Vinzenz-Konferenz des St.-Benno-Gymnasiums. Die deutsche Vinzenz-Gemeinschaft hat direkt nach der Katastrophe zu einer Spendenaktion aufgerufen, die einen überwältigenden Erfolg gezeigt hat. Schnell und unbürokratisch wurden große Teilbeträge an die zuständigen vinzentinischen Stellen im Bistum Dresden weitergeleitet, um von dort aus die Gelder sinnvoll und schnell zu verteilen.


Gemeinschaft der Vinzenz-Konferenzen Deutschlands


Blumenstr. 20
Friedrich-Ozanam-Haus
50670 Köln, Tel.: 0221 / 131131
Fax.: 0221 / 138953
E-Mail: vinzenz-koeln@t-online.de
www.vinzenz-gemeinschaft.caritas.de

Vinzenz-Konferenzen Deutschlands e.V. (VKD)


Die Gemeinschaft der Vinzenz-Konferenzen Deutschlands ist ein 1845 gegründeter, kirchlich und staatlich anerkannter Verband ehrenamtlich tätiger Laien und Teil der Welt-Vinzenz-Gemeinschaft mit etwa 50000 Konferenzen und nahezu einer Million Mitgliedern in 134 Ländern. Als Fachverband im Deutschen Caritasverband gehört sie zu den Verbänden der Katholischen Kirche in Deutschland und ist in16 Diözesen mit rund 5000 Mitgliedern und Helfen in zirka 300 Gruppen vertreten. Historisch gesehen gehen die Vinzenz-Konferenzen auf den hl. Vinzenz von Paul (1581-1660) zurück.1833 gründete der damals 20-jährige Student und spätere Universitätsprofessor Frédéric Ozanam mit sechs Freunden die erste Vinzenz-Konferenz in Frankreich. Daraus entstand eine Bewegung, die sich schnell in Europa und der ganzen Welt ausbreitete. Die Vinzenz-Konferenzen waren in der katholischen Kirche die erste größere Laienorganisation. Sie arbeiten nach dem Wahlspruch: "Die Notleidenden zuerst". Die Benachteiligten und Schwachen sind die Adressaten der ehrenamtlichen Tätigkeit, die größtenteils von Männern in Kirchengemeinden und sozialen Einrichtungen ausgeübt wird. Nach ihrer Gründung im 19. Jahrhundert waren die Vinzenz-Konferenzen in Deutschland zunächst reine Männervereine. Heute sind in den Konferenzen etwa zu drei Vierteln Männer und zu einem Viertel Frauen tätig. Aus diesem geschichtlichen Hintergrund leitet die Gemeinschaft der Vinzenz-Konferenzen ihre spezifische Verantwortung für die Männerarbeit in der Caritas ab.

 
   
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win-win für Alle!

Auftaktveranstaltung am
8. Dezember 2010


win-win für Alle! ist ein ESF-Projekt (ESF=Europäischer Sozialfonds) der fünf Diözesancaritasverbände in NRW. Ziel des Projektes ist es, das Ehrenamts-
management und das neue Berufsprofil der Ehrenamts
koordinatorin/des Ehrenamtskoordinators in den Blick zu nehmen, weiter zu entwickeln und in den Diensten und Einrichtungen der Caritas in NRW zu etablieren.

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Europäisches Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011

Das europäische Jahr der Freiwilligen zur aktiven Bürgerschaft 2011 steht unter dem Slogan: "Freiwillig. Etwas bewegen! " Neben regionalen und nationalen Großveranstaltungen wird es voraussichtlich viele individuelle Veranstaltungen und Aktivitäten geben, die das Thema und das Ziel einer aktiven Bürgergesellschaft aufgreifen.

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ZEITSCHRIFT

Caritas in NRW

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Die Zeitschrift der Caritas zu sozialpolitischen Themen in NRW.
 
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