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Kölsch Hätz gewinnt innovatio 2009 „Die Kölsche han em Hätze Sunnesching“, singt die Karnevals-Combo „de Höhner“. Hätz? Hätz ist kölsch und heißt Herz, und das besteht bei der Caritas aus vielen Menschen. Sie besuchen Menschen in ihrer Nachbarschaft, die einsam sind, lesen in Kindergärten Geschichten vor, gehen mit zum Einkaufen oder zu Behörden. Jetzt hat „Kölsch Hätz“ den mit 13.000 Euro dotierten Sozialpreis innovatio erhalten.
„Nachbarn zeigen ein Herz für Nachbarn“ ist die Idee des Projektes „Kölsch Hätz“, das 1997 gegründet wurde. Der Caritasverband Köln organisiert in Kooperation mit dem Diakonischen Werk des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region und den Pfarrgemeinden diese ökumenische Nachbarschaftshilfe. In 17 Kölner Stadtteilen sind zurzeit 332 Ehrenamtliche und drei Hauptamtliche aktiv. Fünf weitere Stadtteile sind auf dem Weg, dieses Angebot zu organisieren.
In seiner Laudatio würdigt der Präsident des Deutschen Caritasverbandes (DCV), Peter Neher: „Kölsch Hätz ist eine adäquate Antwort auf gesellschaftliche Veränderungen in den Stadtteilen und in den Kirchengemeinden.“ Die Zahl aktiver Christen beider Konfessionen gehe zurück, die Lebenseinstellungen seien vielfältig und soziales Engagement müsse neu organisiert werden. Hier habe „Kölsch Hätz“ einen Weg beschritten, der in seinem ökumenischen Engagement ein Modell für die Pfarrgemeinden und für Caritas und Diakonie sei, betont Neher.
„Ihr Ausgangspunkt war die zunehmende Anonymität in den Großstädten. Dabei haben Sie nicht nur die Menschen im Blick, die wegen ihres Alters oder einer Krankheit sozial isoliert sind. Sie denken auch an die Menschen, die neu nach Köln gekommen sind und ein neues soziales Netz aufbauen möchten“, beschreibt Neher das Besondere des Projektes „Kölsch Hätz“. Beeindruckend sei die große Zahl ehrenamtlich Tätiger, die sich für andere engagierten. Seit über zehn Jahren engagiert sich „Kölsch Hätz“ für die Lebensqualität in Kölner Stadtvierteln. Die Erfahrung und der Erfolg zeigen: Menschen sind bereit, sich für ihre Nächsten zu engagieren, wenn die Voraussetzungen stimmen, auf ihre Wünsche und Möglichkeiten eingegangen wird und sie persönliche Begleitung erfahren. Der Sozialpreis innovatio wurde 2009 zum siebten Mal verliehen.
Aus "Caritas in NRW - AKTUELL", Ausgabe 1/2010

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